Freie Mitarbeit in den Leistungsphasen 1 - 5 und 8
für pöhlmann + krompaß
mit Dipl.-Ing. (FH) Architekt Andreas Krompass und Dipl.-Ing. Hans Pöhlmann (www.poehlmann-krompass.de)
Planungs- und Bauzeit: 2014 bis 2016
Das Bauvorhaben "Freiwillige Feuerwehr Parsdorf" widmet sich der komplexen Fragestellung des Bauens im Bestand.
Die architektonische Herausforderung lag in der synergetischen Verknüpfung der bestehenden Strukturen mit einer zeitgemäßen Erweiterung, um den gewachsenen Anforderungen an den modernen
Rettungsdienst gerecht zu werden.
Raumprogramm und strukturelle Ergänzung
Der Entwurf erweitert die Fahrzeughalle um drei zusätzliche Stellplätze und definiert die logistischen Abläufe im Erdgeschoss neu. Durch die konsequente räumliche Trennung (Schwarz-Weiß-Trennung)
in den neuen Sanitär- und Umkleidebereichen wird ein hohes Maß an funktionaler Hygiene und Nutzerkomfort erzielt. Das Obergeschoss fungiert als administratives und didaktisches Zentrum: Neben
modernen Büro- und Besprechungseinheiten bildet der neue Atemschutztrainingsraum das technologische Herzstück der Erweiterung, um eine einsatznahe Ausbildung unter kontrollierten Bedingungen zu
gewährleisten.
Der partizipative Entwurfsprozess
Ein wesentliches Merkmal dieses Projekts war der tiefgreifende partizipative Planungsprozess. Die Architektur entstand in enger Kollaboration mit den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr
Parsdorf. Dieser nutzerzentrierte Ansatz stellte sicher, dass spezifische Einsatzabläufe und ehrenamtliche Bedürfnisse unmittelbar in die bauliche Struktur übersetzt wurden. Die Identifikation
der Nutzer mit „ihrem“ Gebäude war hierbei kein Nebenprodukt, sondern eine zentrale Entwurfsleitlinie.
Das Ergebnis ist ein funktional optimiertes Ensemble, das durch seine klare Formsprache den Bestand respektiert und gleichzeitig als zukunftsfähige Infrastruktur für das Gemeinwesen agiert.
Fotos nach Fertigstellung des Feuerwehrhauses