Mitarbeit in den Leistungsphasen 1 - 4 und Projektleitung in den Leistungsphasen 5 - 8
für Stollenwerk Architekten Partnerschaft mbB
Planungs- und Bauzeit: 2014 bis 2024
Das Projekt „Pfarrheim St. Magdalena“ umfasst die behutsame Generalsanierung und Erweiterung des bestehenden Gemeindezentrums.
Ziel der Maßnahme war die funktionale und energetische Erneuerung des Gebäudes unter Wahrung seines Charakters, sowie die Stärkung seiner Bedeutung als sozialer Treffpunkt im Stadtteil.
Im Bestand erfolgte eine umfassende energetische Sanierung. Die Fassade wurde mit vorgesetzten Poroton-WDF-Ziegeln neu gedämmt und verputzt, wodurch ein hoher Wärmeschutz bei gleichzeitig diffusionsoffener Bauweise gewährleistet ist. Der Anbau wurde als eigenständiges, zeitgenössisches Volumen mit einer vorgehängten, hinterlüfteten Fassade aus Natursteinplatten (Jura-Kalk) ausgeführt und setzt einen architektonischen Kontrast zum Bestand. Die Zusammenarbeit mit dem Denkmalamt war aufgrund der Nähe zur benachbarten Pfarrkirche St. Magdalena von Anfang an erforderlich. Das Kunstwerk "Die Dreieinigkeit Gottes überstrahlt die Welt" des Bildhauers Prof. Karl Knappe aus dem Jahr 1970 wurde unter fachmännischer Leitung der Werkstätten Gustav v. Treeck an seinen neuen Platz an der Hauptfassade versetzt.
Im Pfarrsaal wurde der ursprüngliche Dachstuhl freigelegt, optisch aufbereitet und in das neue Raumkonzept integriert, wodurch eine klare Verbindung zwischen Alt und Neu entsteht. Bei der Innenraumgestaltung stand eine nachhaltige, hochwertige Materialwahl im Vordergrund: Eichenholzfenster, Eichenparkett, Betonwerkstein und Ziegenhaar-Teppich prägen das natürliche Erscheinungsbild der Räume.
Die Freianlagen wurden in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsarchitekturbüro Kronenbitter gestaltet. Der neu geordnete Vorplatz stärkt die Adressbildung des Pfarrheims und schafft eine einladende Verbindung zwischen Kirche, Gemeindehaus und öffentlichem Raum.
Fotos nach Fertigstellung des Pfarrheims
Innenraum des Pfarrsaals
